Freizeitsportverein Keltern-Weiler e.V.
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Vereinsausflug 2018: Biotopwanderung

Unser diesjähriger Vereinsausflug führte am Samstag, 9.06.2018 24 Teilnehmer unter der Leitung von Hermann Seufer in den Weilermer und Ellmendinger Wald. Ziel war es unterwegs die verschiedenen Biotope vorzustellen und zu zeigen, was an Tieren und Pflanzen darin zu finden ist. Es war ein recht warmer, sonniger Tag, so dass unserem Vorhaben nichts im Wege stand.

Als erstes Biotop wurde die Pfinz angesteuert und besprochen, was in ihr einst mal lebte: Bachforellen, Groppen, Deutscher Edelkrebs und viele kleine wirbellose Tiere.

Über den Neumüllerweg, dessen Hänge leider abgeschlegelten waren und somit keine größeren Erkenntnisse brachte ging es weiter in Richtung Waldspielplatz. Unterwegs wurden Rain- und Wiesenblumen vorgestellt und besprochen, wie die Echte Kamille (hohler Blütenboden), die Echte Zaunwinde (Calystegia sepium), die Wiesen-Flockenblume (Centaurea jacea), das Gänse-Fingerkraut (Potentilla anserina) und einige andere. Da nicht jeder alle Blumen und Pflanzen kennen kann, wurde in „Teamarbeit“ aus der Gruppe heraus die eine oder andere Pflanze bestimmt und den Teilnehmern vorgestellt bzw. die Fragen dazu beantwortet. Es wurden auch die gefundenen Insekten begutachtet und besprochen, leider fanden wir nur sehr wenige Schmetterlingsarten wie z. B. den Kohlweißling, den Admiral, den Zitronenfalter, das Blutströpfchen und eine Wiesenvögelchen-Art. Unterwegs warfen wir noch einen Blick in die seit Jahren ausgetrockneten kleinen Bäche, die vor 30-40 Jahren noch hervorragende Biotope für verschiedene Amphibien waren. Eine Situation wie sie sich in ganz Keltern darstellt.

Nach einer kleinen Pause mit Umtrunk am Waldspielplatz ging es weiter in Richtung Bannwieseneck, wo wir uns den Waldrand etwas genauer ansahen, der inzwischen nicht mehr feucht, sondern extrem trocken daher kommt. Wo früher ein dichter Bewuchs aus Him-, Brom- und Krotzbeeren herrschte, dominiert heute die Robinie.

Wir gingen am Tümpel bei der Saukanzel vorbei durch den Wald, wo uns eine seltene rote Blindschleiche über den Weg lief. Später verließ noch ein Habicht seine „Aussichtswarte“. Im Wald war natürlich interessant sich die einzelnen Baumarten genauer anzuschauen. Wir sind an zwei von der Gemeinde angelegten Laichtümpel vorbei gekommen, die von den Amphibien bereits sehr gut angenommen wurden. In einem konnten wir zahlreiche Kaulquappen der Erdkröte beobachten und im anderen mehrere hundert Molchlarven und Larven des Feuersalamanders.

Über die Strut und den rechten Viehweg ging es wieder zurück in Richtung Weiler. Unterwegs schauten wir uns noch einen in unserer Gegend seltenen Baum an, einen weißen Maulbeerbaum. Seine Früchte waren leider noch nicht alle reif, so dass wir nur einige der süssen Früchte probieren konnten. Als Fazit der Wanderung lässt sich feststellen, dass unsere Natur die letzten 30 Jahre, durch verschiedene Einflüsse extrem gelitten hat und sehr viele Arten verloren gegangen sind.

Für den Abschluß der Wanderung steuerten wir das „Brunnenfest“ des TSV Weiler an, wo wir noch viele nette Gespräche hatten bzw. das gesehene Revue passieren lassen konnten. Letztlich kann man anmerken, dass es eine gelungene Veranstaltung war, von der alle Teilnehmer etwas mitnehmen konnten.

Wir danken allen Teilnehmer für ihr aktives Mitmachen, dem Freizeitsportverein Keltern-Weiler e. V. für den Imbiss und Umtrunk und dem Wanderführer.

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