Freizeitsportverein Keltern-Weiler e.V
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Vereinswanderung ins Römermuseum Wilferdingen

Nachdem sich für die geplante Fahrt mit dem Römerschiff in Neupotz nicht genügend Teilnehmer fanden, wanderten am So., 21.09.14 als Alternative 17 FSVler nach Remchingen-Wilferdingen. Als erstes steuerten wir zur Mittagszeit das „Ristorante Pizzeria – Rössle“ an, wo wir mit Speis und Trank sehr gut versorgt wurden. Unser Hauptziel war aber, das Römermuseum in der Nähe der ehemaligen römischen Siedlung Vicus Senotensis (heute Wilferdingen). Nicht weit von Vicus Senotensis entfernt lag der römische Gutshof (Villa rustica) in Form dessen Lagergebäude das heutige Römermuseum Remchingen errichtet wurde. Das Römermuseum Remchingen stellt das Ergebnis und die beachtliche Leistung einer Gruppe, von inzwischen, 52 Ehrenamtlichen dar. Jeder der 52 Mitglieder hat eine Aufgabe im Museumsbetrieb.

Der Schwerpunkt des Museums ist die archäologische Geschichte des Enzkreises, wobei auch über den „Tellerrand“ nach Karlsbad, Pfinztal, Bretten bzw. Calw geschaut wird.

Während der Führung genossen wir sehr, die Ausführungen und Erklärungen von Herrn Jeff Klotz, dem Museumsleiter. Die Führung gliederte sich in zwei Teile: „Die Römer in unserer Region“ und „Die Christianisierung unserer Heimat“. Wir erfuhren während der Führung (ca. 1 ½ Std.) sehr viele interessante und vor allem auch neue Dinge. Es war manches dabei, was wir in der Schule anders gelernt hatten. So war der nur ca. 3 m hohe Limes sicher kein Verteidigungswall gegen die germanischen „Barbaren“ sondern diente in erster Linie dazu Zoll einzutreiben und der Begriff „Barbar“ bedeutete nicht Barbaren im heutigen Sinne sondern einfach Menschen, die anders sprechen. Erwähnt wurde auch Weiler, als Fundort von zwei Merkurköpfen.

Im 2. Teil erfuhren wir, dass es nicht die Römer waren, die das Christentum in unsere Heimat brachten sondern irische Mönche. Auch wurden erst rund 500 Jahre nach den Römern, wieder steinerne Gebäude in unserer Region errichtet. Es war Karl der Große, der sich Gedanken machte, wie er sein großes Reich regieren könne. Dazu erließ er das bis vor wenige Jahrzehnte geltende Kirchengesetz, in welchem die Kirche Verwaltungsaufgaben (Geburts- und Sterberegister) übernehmen musste. Jeder Ort bekam deshalb einen Pfarrer und eine steinerne Kirche.

Uns hat der Tag viel Freude bereitet, auch wenn er gegen Ende von oben etwas feucht wurde.

Dieses kleine, interessante Museum, mit seinen wechselnden Ausstellungen und dem Cafe mit hervorragendem Kuchen, sind ein Kleinod in unserer Gegend und immer wieder einen Besuch und Unterstützung wert.

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